Meinen ersten Kontakt zu Mind Maps hatte ich vor vielen Jahren bei meinem ersten Kundenprojekt. Auf meinem Rechner fand ich damals eine Software, deren Sinn mir niemand so richtig erklären konnte und mit dem man 'Baumstrukturen' erzeugen konnte. Seit dem war ich immer skeptisch was den Sinn und Zweck von Mind Maps anging. Ich fand diese nie sonderlich leicht zu lesen und Blogposts, die im wesentlichen aus einer solchen Map bestehen kann ich nach wie vor nichts abgewinnen. Dennoch habe ich selbst Mind Maps erstellt und daraus Nutzen gezogen. Zum Beispiel, als ich die ersten Ideen für ein neues Projekt sammelte, empfand ich eine Mind Map intuitiv als adäquates Tool um meine Ideen zu sammeln, zu ordnen und zu dokumentieren.

Florian Rustler hat mich jetzt darüber aufgeklärt womit ich meine Zweifel, aber auch meinen Erfolg an bzw. mit Mind Maps begründen kann. Um nicht zu sagen worin sie begründet sind. Er unterscheidet die eigentlichen Mind Maps, entwickelt von Tony Buzan, und Business Maps.

Erstere sind eine besondere Darstellungsform für Ideen und Gedanken, die einerseits kompakt ist, andererseits bei demjenigen, der sie erstellt hat, schnell wieder die gleichen, oder zumindest ähnliche Assoziationen erzeugt. Wichtig: diese 'echten' Mind Maps sind primär für denjenigen gedacht, der sie erstellt. Diese Mind Maps entstehen nach einem relative strikten Verfahren um die angestrebte Kompaktheit zu erreichen. Dies macht sie aber für Dritte schlecht verständlich.

Als Business Maps bezeichnet Florian Rustler einen Ableger der eigentlichen Mind Maps. Diese entstehen ohne striktes Regelwerk, oft durch Mind Mapping Software. Dadurch werden die Mind Maps oft wortreicher, wodurch auch dritte eine Chance haben sie nachzuvollziehen. Allerdings verlieren sie eben die eigentliche Stärke von Mind Maps: Kompakte und dennoch detaillierte Aufzeichnungen von Assoziationen, Ideen und Gedanken zu sein.

Florian Rustler schließt in seinem vergleichenden Artikel:

Mind Mapping und Business Mapping ist daher nicht gleich zu setzen, vielmehr sollten die beiden Techniken als komplementär verstanden werden. Je nach Anforderung und Einsatzgebiet kann die eine oder andere Technik eingesetzt werden.


Ich für meinen Teil sehe die Lage ein wenig anders und werde meine vagen Wertungen von oben mit Hilfe der Anleitungen für richtige Mind Maps in konkretes Verhalten umsetzen: Für kreative Arbeiten, werde ich Mind Maps im eigentlichen Sinne einsetzen und mich dabei bewusst an die entsprechenden Regeln halten, insbesondere die Regel: Ein Wort pro Zweig.

Business Maps werde ich meiden und die Autoren auf die zitierten Artikel, oder einfach diesen hier hinweisen.