Deutsch oder englisch?
Als ich dieses Blog vor ca. einem Jahr begann, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, etwas für die deutschen Entwickler zu tun. Schließlich lebe ich von der IT-Industrie in Deutschland und ich sah und sehe mein Blog als kleinen Beitrag zu dieser Infrastruktur.
Nach einiger Zeit bemerkte ich google translate und ähnliche Dienste in den Referrern. Es war nicht schwer zu erraten, welche Artikel dort von Google übersetzt wurden. Also habe ich einen dieser Artikel neu verfasst, diesmal auf englisch, und bei DZone eingestellt. Der Erfolg war beeindruckend. Innerhalb weniger Stunden hatte ich soviele Visits von DZone wie sonst mit dem gesamten Blog an einem Tag.
Gestern schrieb ich wieder ein Artikel auf englisch, diesmal als Antwort auf zwei englische Artikel. Ebenfalls bei DZone eingestellt. Ähnliches Ergebnis.
Für mich stellt sich nun die Frage: Auf deutsch schreiben? Oder auf englisch? Deutsch bedeutet sicherlich klarer formulierte Artikel, wie denglisch in einem Kommentar zum letzten Artikel bemerkte. Englisch bedeutet mehr Leser, da es Foren wie DZone praktisch nur auf englisch zu geben scheint.
Dies sind die Varianten, die mir bisher einfallen:
- Deutsch schreiben, und von Zeit zu Zeit einen englischen Artikel einstreuen, wenn es für das Thema ein relevantes Forum wie DZone gibt. D.h. vorraussichtlich: Softwareentwicklungsthemen englisch,Rest deutsch.
- Deutsch schreiben, und die beliebtesten Artikel von Zeit zu Zeit als Übersetzung wiederholen.
- Hier deutsch schreiben, ein zweites Blog mit englischem Inhalt starten. Die Schreibfrequenz wäre in beiden sicherlich geringer. Der Verwaltungsaufwand bei mir höher, die Leser könnten sich aber für eine Sprache entscheiden.
- Englisch schreiben und nur bei ausschließlich für deutschsprachige relevante Themen auf deutsch ausweichen.
- Englisch schreiben.
Eure Meinung ist gefragt.
Jens
Hallo Jens,
die selbe Frage hat mich auch vor einer Weile beschäftigt. Letztendlich habe ich mich entschieden, englisch zu schreiben. Einfach weil ich denke, dass die Zielgruppe gut mit Englisch umgehen kann und man somit mehr Leute erreicht.
Es wär schade, wenn deine Posts an den Grenzen des deutschsprachigen Raumes hängen blieben.
Gruß
Ollie
Vielen Dank für den Kommentar.
In der Tat scheint es für die meisten kein nennenswertes Problem darzustellen, sonst hätten sie sich jawohl hoffentlich hier gemeldet.
Hallo Jens,
Das ist ein Problem, dass mich auch beschäftigt hat. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass man nicht in einer “deutschen” IT Welt lebt. Das System, in dem man sich bewegt und das man durch sein Wissen erweitern möchte wird eher durch fachliche Aspekte – und nicht durch nationale – abgesteckt. Am Ende des Tages möchte man doch irgendwen mit seiner Meinung erreichen, wenn nicht sogar beeinflussen. Warum sollte das denn bitte nur auf einen Bruchteil der möglichen Zielgruppe beschränkt sein? Wenn man der eigenen Meinung soviel Relevanz zuordnet, dass man andere damit beglücken möchte, solte man nicht an einer sprachlichen Grenze halt machen. Darüber hinaus gehe ich persönlich stark davon aus, dass die Kollegen in unser Branche, und damit die Zielgruppe deines Blogs, eh des Englischen mächtig sind und das man somit niemanden, den man auf der deutsch erreicht hätte, mit einem englischen Blog ausschließt.
Gruß,
Lars
Danke für das Feedback,
meiner Erfahrung nach gibt es allerdings durchaus eine erhebliche Menge Entwickler (und Projekt. und Qualitätsmanager sowieso), die Schwierigkeiten haben komplexe Texte auf englisch zu lesen. Und dadurch, dass mein Englisch zwar ganz ordentlich ist, aber bestimmt nicht muttersprachlich wird die Sache auch nicht besser.
Ich bekomme allerdings mehr und mehr den Eindruck, dass diejenigen, für die englisch ein potentielles Problem darstellt eh kaum Blogs lesen.
Bei mir bidet sich langsam eine Meinung …
es ist wurst, ich spreche beide als fremdsprache…