Und wirkt es? Wenn ihr ein wenig so seit wie ich, dann wohl er nicht. Aber wann und wie seit ihr kreativ? Läst sich das gezielt einsetzen? Für mich lautet die Antwort: Ja! Nicht zu letzt durch dieses Blog habe ich einerseits beobachtet wann, wie, wo und warum ich kreativ werde. Hier sind meine bisherigen Erkenntnisse.

Die meisten Kreativmethoden beschäftigen sich mit dem produzieren und bewerten von relativ vielen Ideen. Florian Rustler schreibt viel und gut darüber. Dies ist besonders hilfreich, wenn man auch nach vielen Ideen sucht, z.B. nach Wegen, wie man ein Produkt bewerben kann. Aber bei Problemen technischer Art, benötigt man eine Idee, aber eine gute. Jeder Gedanke, an die zweitbestes Lösung ist rausgeschmissene Zeit. Gleichzeitig ist das Problem oft so schwierig, dass man nicht einfach 6 Leute für eine halbe Stunde Karten schreiben lassen kann, um sich dann aus den produzierten Ideen die beste herauszusuchen. Wichtigste Voraussetzung um ein solches Problem in den Griff zu bekommen ist Motivation. Gehen wir nur zum Beispiel davon aus, dass ihr nicht sonderlich an Porzellanpuppen interessiert sein würdet. Wie viel Zeit, Energie und Gehirnschmalz  würdet ihr dann in die Verbesserung der Lackiertechnik von Prozellanpuppen investieren? Genau. Idealerweise identifizieren sich die Problemlöser derartig mit dem Problem, dass es ihnen immer wieder im Kopf umhergeht.

Was dann noch fehlt ist Gelegenheit. Für mich heißt das Ruhe und ein gewisses Maß an Ablenkung, die mich aber nicht völlig einnimmt: Ein anderes Problem ist ungeeignet, da ich mich darauf voll konzentriere. Fernsehen ebenso, weil es wie ein Narkotikum auf mein Gehirn wirkt. Gut funktionieren Tätigkeiten wie duschen, lesen oder Ausdauersportarten wie radfahren. Dabei kann man die Gedanken wandern lassen und diverse Problem hin und herwälzen. Aber was tun mit den Ideen, die einem unter der Dusche kommen? Aufschreiben! Daher ist meine liebste Kreativtechnik das Notizbuch. Ich habe seit einiger Zeit immer etwas zum notieren von Ideen dabei. Meist ist es mein Blackberry. Wenn ich am Rechner sitze, nutze ich viel Google Notes (hat sogar sein eigenes Blog). Aber oft ist es auch einfach ein Block. Wichtig ist, dass immer etwas greifbar ist, und dass ich Ideen sofort aufschreibe. Bei der letzten längeren Autofahrt von ca 2Stunden bin ich drei mal auf einen Parkplatz gefahren um eine Idee zu notieren. Tue ich das nicht, so kann eine Idee innerhalb von einer viertel Stunde wieder vergessen und verdrängt sein.

Und schließlich gibt es noch etwas, was ich für Kreativität benötige: Anregungen. Das ist der Grund warum ich Blogs so liebe: Zu einem weiten Bereich von Themen stehen auf Abruf Anregungen zur Verfügung, wichtig ist mir dabei ist mir eine recht breite Streuung der Themen, denn wirklich gute Ideen kommen aus Ecken, wo man sie nicht erwartet.

Also, was tun, wenn es mit der Kreativität nicht so klappt wie gewünscht? Wer jetzt denkt 'Google Notes installieren' hat was falsch verstanden! Ãœberlegt euch, wann ihr Kreativ seit! Wie ihr den größten Nutzen aus eurer Kreativität zieht. Und dann handelt danach.