Mein liebstes Hobby sind Rollenspiele. Nein, nicht was DU wieder denkst. Fantasy Rollenspiele wie AD&D, Das schwarze Auge, Midgard und dergleichen mehr. Wer sie nicht kennt fragt Wikipedia. Und da die Aufgabe des Spielleiters durchaus parallelen mit Präsentationen und Vorträgen hat passt eine kleine Anekdote wunderbar hierher.

Ich war Spielleiter. Die Spieler schlichen sich Nachts durch den Wald an eine Lichtung heran. Ich flüsterte. Beschrieb leise, was die Spieler sahen: Einen Mann, der zusammengesunken vor einem Feuer saß. Leise, ganz leise schlichen die Charakter näher. Die Spieler flüsterten, beugten sich über den Spieltisch um besser zu hören. In diesem Moment riß der Mann (also ich) die Arme in die Luft und schrie aus Leibeskräften: "Azathoth!!"

Und dieses Wort schrie ich so laut, dass die Nachbarn wohl die Polizei gerufen hätten, wenn wir nicht in einem alleinstehenden Haus gespielt hätten. Die Spieler sind vor Schreck fast von den Stühlen gefallen, und ich verspreche euch, diese Szene haben sie nicht vergessen.

Mein Tipp lautet daher: Nutze deine Stimme. Du must dein Publikum nicht so anschreien wie ich es mit den Spielern gemacht habe, aber nutze die Bandbreite, die dir zur Verfügung steht. Senke die Stimme für eine Frage, deren Antwort dir wichtig ist. Gratuliere laut, wenn ein Zuhörer die Frage beantwortet. Rede schnell wenn du eine hektische Situation in einem Projekt beschreibst und gedehnt und langsam wenn du von einem langweiligen Vortrag sprichst.

Und der zweite Tipp? Ich habe ihn hier vorgelebt.

Sprich oder schreib über Dinge die gut gelaufen sind. Ich habe eine GROSSE Schublade voll mit Dingen die schlecht gelaufen sind bei öffentlichen Auftritten, aber ich schreibe über die Lösungen und die Erfolge. Das macht gute Laune und motiviert für den nächsten Vortrag Das Schwarz-malen, -schreiben und -sehen überlasse ich gerne schlechten Zeitungen mit großen Ãœberschriften, die haben dafür einen ganzen Stab an Profis.